2004/10/11
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»You always write it’s bombing, bombing, bombing.
It’s not bombing, it’s air support.«

—an US Air Force colonel in Phnom Penh, Cambodia, 1974

Kriegssprache ist Propagandasprache. Sie hilft zu kaschieren, zu verstecken, zu tarnen, was Sache ist: Es werden Menschen getötet. Yourdictionary.com stellt in dem Artikel »Warspeak: Linguistic Collateral Damage« Beispiele moderner Kriegssprache nach 1945 in Amerika zusammen. So wurde das Wort »töten« über Jahre immer wieder durch neue Euphemismen ersetzt, »take care of« war Begriff der 40er und 50er Jahre, »rub out« am Ende der 50er, »knock x off« oder »eliminate« wurde in den 60ern gesagt, »waste«, »smoke« oder »blow away« in den 70ern, »off« oder »hit« waren Wörter der 80er, »clip« und »whack« der 90er. »Neutralize« ist der Jetztzeitbegriff fürs Töten, den Mitarbeiter der zuständigen Sprachregulierungsbehörden in Umlauf gebracht haben.

Auch die Begriffe »chicks« und »dolls« für Frauen sowie »kids« für Kinder sollen auf militärische Erstanwendung zurückgehen – je banaler die Begriffe sind, um so harmloser wirken die Ziele der Waffen.

©2004–2012 Adib Fricke, adibfricke.com.