2006/08/14
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Bis zum 30. September 2006 darf wieder bei einem neuen Wettbwerb um besondere Wörter der deutschen Sprache mitgemacht werden. Nach dem es im vorletzten Jahr galt, »Das schönste deutsche Wort« zu küren, und die Goethe-Institute von der Mitmachaktion kräftig profitierten, hofft der Deutsche Sprachrat erenut auf einen großen Zuspruch. Wer erinnert sich eigentlich noch an den Gewinner von 2004? Die Habseligkeiten waren es, die den größten Zuspruch der Jury fanden.

Dieses Jahr sollen mit dem Wettbewerb Wörterwanderung die beliebtesten bedeutungsmutierten Auswanderer der deutschen Sprache gefunden und präsentiert werden. Es geht um deutsche Wörter, die als Lehnwörter in fremden Sprachen eine andere Bedeutung als in Deutschland angenommen haben. Die Arbeitsgemeinschaft bestehend aus dem Goethe-Institut, der Gesellschaft für deutsche Sprache und dem Institut für Deutsche Sprache hofft auf Hilfe, »deutsche Wörter in anderen Sprachen zu finden und deren Bedeutung zu verstehen«. Dabei muss als ewiges Beispiel das Wort »Arbeit« herhalten, das im Japanischen als arubaito (アルバイト) und im Koreanischen als areubaiteu (아르바이트) übernommen wurde. In Asien hat der übernommene Begriff der Arbeit nur die Bedutung von »Job« (Aushilfsjob, Studentenjob …), und dies mag für die deutsche Seele möglicherweise schwer verdaulich zu sein. Hannah Arendt schrieb einmal, es sei eine wohlbekannte Tatsache, dass die Deutschen seit Generationen ins Arbeiten vernarrt seien.

Der Wettbewerb ist Teil eines Projekts des Goethe-Instituts zum Thema »Sprache in einer globalisierten Welt«: Die Macht der Sprache.

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