God, Love, Sex, Money – eine tolle Kombi. Diese vier Begriffe sollen einigen Presseberichten vom Oktober diesen Jahres zufolge die am häufigsten genutzten Passwörter sein (zumindest in Amerika). In einem Newsletter der Stanford Universität vom Januar 2005 tauchen sie auch schon auf. Dort waren sieben Begriffe aufgeführt, wobei Platz eins vom »Null-Passwort« und Platz sieben vom »Passwort-Passwort« belegt wurden: »1) no password at all, 2) sex, 3) love, 4) god, 5) secret, 6) money und 7) password«. Ansonsten sind Namen von Familienangehörigen, Haustieren, oder einfach der wiederholte Login-Name beliebt, was nichts neues ist. Auch »123« (oder »123456«), »qwerty« oder Namen von Wochentagen kommen wohl oft zum Einsatz. Briten scheinen auch noch besonders gerne den Namen einer favorisierten Fussballmannschaft oder das eigene Geburtsdatum zu verwenden.
Im Netz kursieren viele Tipps für mehr Passwort-Sicherheit, am häufigsten ist derzeit die Empfehlung, sich eine längere (und leicht zu merkende) Phrase auszudenken und sie in Form eines Akronyms mit Zahlen gemischt zusammenzuziehen. Das alles aber nützt schliesslich gar nichts, wenn es stimmt, was eine bereits im Frühjahr 2003 durchgeführte Studie von Infosecurity Europe ergeben haben soll. Demnach waren fast 90% aller für die Studie befragten Büroangestellten bereit, ihr Computerpasswort für einen billigen Kugelschreiber preiszugeben. Ein befragter Manager war im ersten Moment zwar nicht bereit, sein Zugangsgeheimnis mitzuteilen, wie The Register schrieb: »I will not give you my password – it could compromise my company’s information«. Vielleicht war der Kugelschreiber zu billig? Später im Gespräch verplapperte er sich aber und sagte nicht nur, dass dieses der Name seiner Tochter sei, sondern nannte auf Nachfrage des Interviewers auch noch den Namen »Tasmin«.