2006/01/27
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Castle Ashby in Northamptonshire, GB, seems to be an interesting building–with a balustrade made of words. There are a lot of photos around which show the whole castle, and at Flickr.com there are even some with a sports car in front. Surprisingly I only found photos with details of this early word installation in a book from the mid seventies: Lettering on Architecture by Alan Bartram (who wrote several books on typography and design). In his book he also gives details about the architecture.

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2005/12/01
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In einer Studie an der Oxford University wies ein Forscher-Team um Ivan E. de Araujo und Edmund T. Rolls nach, dass (geschriebene) Wörter den Geruchssinn beeinflussen können. Den Probanden wurde eine nach Cheddar-Käse riechende Substanz unter die Nase gehalten und einem Teil der Testgruppe dabei ein Schild mit dem Begriff »Cheddar« und dem anderen Teil ein Schild mit dem Begriff »Körpergeruch« gezeigt. Wer hätte es gedacht? Die Testriecher fanden den Geruch wohlriechender, wenn das geschriebene Wort das bezeichnete, was zu riechen war und nicht etwas (zumindest in der Vorstellung) noch übler riechendes.

Das Experiment schien auch in einer Variante zu funktionieren, bei der die Teilnehmer der Untersuchung schlichte Luft zum Probeschnuppern bekamen. Die durch beschriftete Schilder geweckte Assoziation an Schweissgeruch wurde weniger positiv aufgenommen wie die an Käsegeruch, auch wenn bei dieser »Placebo-Variante« die Wirkungskraft insgesamt etwas abgeschwächter war. Die gleichzeitige Hirnbeobachtung mittels fMRI-Scan (functional magnetic resonance imaging) ergab, dass im Gehirn ein Bereich aktiviert wurde, der für die olfaktorische Informationsverarbeitung eine Rolle spielt, wenn das gezeigte Wort dem Geruch von »Cheddar-Käse« entsprach oder ihn vorgab, im anderen Fall aber nicht. In einem Fachaufsatz, der bereits in der diesjährigen Mai-Ausgabe der Zeitschrift Neuron veröffentlicht wurde, kamen die Autoren zu dem Schluss: »high-level cognitive inputs, such as the sight of a word, can influence the activations produced by odors in brain regions activated by olfactory stimuli«.

2005/10/28
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Vor einem Jahr erzählte mir ein Freund von einer Idee, die er hatte. Er wollte einen Hörbuch-Verlag gründen, spezialisiert auf Geschichte. Sein Motto: Geschichte spannend erzählt.

Heute abend feiert er mit dem von ihm gegründeten Pilgrim Verlag die Premiere des ersten Produkts: Der Potsdam Audio History Guide. In 81 Minuten wird die Geschichte Preußens und seiner Könige von Otto Sander und Barbara Nüsse erzählt.

The Word Company hat das Erscheinungsbild des Verlags, die CD-Verpackung mit Begleitheft und die Verlags-Webseite gestaltet.

2005/07/01
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»Da der Computer die gesamte Strecke der Kommunikation bedient, ist er eine universelle Zeichenmaschine und nicht bloß ein Medium.«, sagt Florian Cramer, der von 1996 bis 2000 mehrere kleine CGI-Programme zur Permutation von Texten geschrieben hat. Diese serverseitig ablaufenden Programme produzieren (bzw. veranschaulichen zum Teil verkürzt) Permutationstexte nach Georg Philip Harsdörffer (Wechselsatz aus dem Poetischen Trichter), Raimundus Lullus (Ars Magna, nur mit einem Offline-Programm), Raymond Queneau (Cent mille milliards de poèmes), James Joyce und anderen.

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2005/04/15
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Oum Kalthoum

 

Om Kalsoum
Oume Kolsoum
Om Kolssum
Om Kalthoum
Oum Kalthoum
Umm Kulthum
Umm Kultum
Om Kolthoum
Om Kolthum
Umm Kolthum

Die bekannteste arabische Sängerin hat viele Namensvarianten. Für die arabische Welt war sie die Göttliche — eine Stimme, wirklich ganz wunderbar. Oum Kalthoum ist wohl die häufigste Schreibweise, zumindest läßt sich damit gut nach Musik-CDs der 1975 verstorbenen Sängerin suchen.

2005/03/16
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In einem Interview mit der Zeitung Die Welt (Ein Bild ist es nicht. Was ist es dann?, 2.2.05) sprach Georg Baselitz vom Schuhe malen:

»Von meinen Stalinbildern sind nur zwei, drei gut. Die anderen hab ich überstrichen. Nach meiner Theorie: Ein Ding über das andere malen. 1963 habe ich meine ersten Füße gemalt, und diese Füße kommen jetzt immer wieder vor. Inzwischen habe ich Füße mit Schuhen gemalt, mit schwarzen Schuhen. So genannten Halbschuhen. Schwarzen Herrenhalbschuhen. Inzwischen hängt mein ganzes Atelier voll mit diesen Halbschuhen. Ein bißchen idiotisch, aber so lange es geht, mach’ ich das. Es ist nur blöd zu sehen, daß überall diese Halbschuhe herumhängen, manche mit Hosenbeinen. Gestern fiel mir nun ein, nachdem ich so 30 Halbschuhe gemalt habe: Mal doch mal nur – ein genialer Einfall! -, mal doch mal nur die Halbschuhe, ohne Hose. Nur die Halbschuhe. Und siehe da, es funktioniert. Es ist so doppelbödig, daß man davor steht und sagt: Ein Bild ist es nicht. Was ist es dann?«

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2005/03/14
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Ein kleines Buch aus dem Insel-Verlag (1956) mit Holzschnitten von Hokusai, Fujijama, der ewige Berg Japans, zitiert den japanischen Künstler, der sich selbst bis zum Ende seines Lebens als unvollkommen gesehen hat:

»Als Fünfjähriger hatte ich bereits die Neigung, die Dinge in ihrer Gestalt zu zeichnen. Seit einem halben Jahrhundert veröffentlichte ich viele Bilder, die jedoch bis zu meinem siebzigsten Lebensjahr nicht sehr bedeutend waren. Im Alter von dreiundsiebzig Jahren habe ich den Bau der Vögel, Tiere, Insekten und Bäume erkennen gelernt. Deshalb wird sich meine Kunst bis zum achtzigsten Lebensjahr ständig entwickeln, und mit neunzig Jahren werde ich in das Wesen der Kunst eindringen können. Mit hundert Jahren werden meine Bilder dem Gotteswunder gleichen. Mit hundertzehn Jahren wird jeder Punkt und jeder Strich das Leben selbst bedeuten. Die lange lebenden Herren mögen sich überzeugen, dass meine Worte keine Phrasen sein werden.«

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2005/02/09
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Eine sehr schöne Installation auf dem ehemaligen Palast der Republik hat Lars Ramberg gemacht: Er setzte das Wort ZWEIFEL in riesigen Leuchtbuchstaben zentriert auf das Gebäude. Bis 8. Mai 2005 wird »der Schriftzug … aus skulptural geformten Neon-Buchstaben« als Logo einer »virtuellen Institution« dort unter dem Titel Der Palast des Zweifels zu sehen sein. Leuchtend in der Abenddämmerung ist der Zweifel noch spannender als tagsüber weiss vor blauen Himmel stehend. Weitere Infos zum Palast bzw. zu anstehenden Aktivitäten finden sich übrigens auf der Webseite der Initiative Volkspalast.

©2004–2012 Adib Fricke, adibfricke.com.