2005/01/07
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Noch immer kommen E-Mails an, in denen die Empfänger gebeten werden, dabei zu helfen, die Eltern oder andere Angehörige eines etwa 2 Jahre alten, nordeuropäisch aussehenden Jungen zu finden. Der Junge überlebte die Flutwelle in Asien und wurde in Thailand im Bereich des Khao Lak Resort gefunden. Weiss man selbst nichts Näheres, so möge man die E-Mail mit Foto bitte an Freunde, Bekannte und Kollegen weiterleiten. Diese Hilfe ist leicht zu geben und das Internet zeigt sich hier als ein wunderbares Medium, das als helfendes Netzwerk eingesetzt werden kann. Nur in diesem Fall sind Angehörige des Jungen, der Hannes Bergström heisst, bereits gefunden. Schon am 30.12.2004 berichtete Spiegel Online darüber, dass der Junge »zu seinem Vater Marko Karkkainen gebracht« wurde.

Die TU-Berlin betreibt eine Webseite zu Hoaxes (Scherzmeldungen, erfundene Nachrichten; zu engl. hoax »Jux; Scherz; Schabernack«). Dort wird versucht zeitnah zu dokumentieren, welchen Wahrheitsgehalt und welche Aktualität Meldungen haben, die im Netz kursieren. Bevor man auf die Schnelle kettenbriefartige E-Mails mit einem Forward-Befehl an die E-Mail-Adressen im eigenen Adressbuch weiterleitet, ist es sicherlich sinnvoll, sich zunächst z.B. auf der Seite Hoaxes und Kettenbriefe zur Flutwelle in Südasien Ende 2004 zu informieren, ob bereits weitere Details zum per E-Mail erhaltenen Hilfeaufruf bekannt sind.

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