2012/03/16
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Zuletzt 32 Bände, eine Auflage von 8.000 Exemplaren, 4.000 wurden davon noch verkauft. Nach 244 Jahren: Aus – die Encyclopaedia Britannica erscheint nicht mehr in gedruckter Form. Wissensarchivierung und -bereitstellung erfolgt nur noch digital, nicht mehr analog.

Die Webseite ist jetzt die Schnittstelle, ein Jahresabo ermöglicht den Zugang. Immerhin, die Webseite ist um einiges besser programmiert als manche der zwischendurch produzierten CD-ROM- und DVD-Versionen, die technisch aufgepeppt aber nicht nutzerfreundlich waren.

Ankündigung

2012/03/15
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Adib Fricke - Online Catalogue

 

Neu: Online-Katalog mit aktuell erhältlichen Editionen

 

2012/03/11
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»Allein 262 Merkmale betreffen die Syntax der Sätze. Eigenheiten bei der Zeichensetzung werden ebenso ermittelt wie Anzahl und Anordnung der sogenannten Funktionswörter – Pronomen, Präpositionen, Artikel und Hilfsverben erlauben Rückschlüsse auf die Denkweise des Verfassers. Zudem untersuchen die Programme den Reichtum des Wortschatzes, die Länge der Wörter und die Häufigkeit einzelner Buchstaben. Selbst die Farbe der Schrift bleibt nicht unberücksichtigt. Der eigentliche Inhalt des Textes wird dagegen nur auf 15 Merkmale hin abgeklopft. Dazu gehören Begriffe, die gewalttätige Aktionen erahnen lassen.

“Mit Hilfe dieser Informationen versuchen wir zu ergründen, welche Idee hinter einem Text steckt – also welche Emotionen, Meinungen, Themen”, sagt Chen [Direktor des Labors für künstliche Intelligenz an der Universität von Arizona]. Statistische Modelle, die die im Web ermittelten Merkmale mit den Eigenschaften bekannter Texte verglichen, berechnen dann die Gefahr, die von einem Autor ausgehen könnte.«

Auf ihrer Wissenschaftsseite vom Wochenende berichtet die Süddeutsche Zeitung über Ansätze der Computerlinguisten zur gezielten Informationsauswertung von Texten aus sozialen Netzwerken, News-Sites und Blogs.

2012/03/10
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Werden Menschen dieses Zeichen in ein paar tausend Jahren noch verstehen?
Abb.: Wikipedia/Wikimedia

 

»Wohin mit dem radioaktiven Abfall?« ist weiterhin eine ungeklärte Frage. Genauso wie die Frage »Wie warnt man in der Zukunft die Menschen vor dem eingelagerten Abfall von heute?«. Dieser wird dann noch immer strahlen. Halbwertszeiten, die Zeiten, die es braucht, bis die Hälfte der Atomkerne spaltbarer Produkte zerfallen, können lang sein, sehr lang. Plutonium-239, ein Isotop, das bei der Produktion von Atomenergie häufig produziert wird, hat mit ca. 24.000 Jahren eine geringe Halbwertszeit. Uran bringt es auf ca. 704.000.000 Jahre.

Anfang der 1980er Jahre realisierte die Reagan-Regierung, dass es mit der Nutzung der Atomkraft nicht nur ein Entsorgungs- und Lagerungsproblem gibt, sondern auch ein Kommunikationsproblem. Welche Zeichen, welche Sprachen sollen so viele Jahre über verstehbar bleiben? Und dabei begrenzte sich die amerikanische Regierung noch auf eine Zeitspanne von 10.000 Jahren, als sie Thomas Sebeok, Semiotiker an der Universität von Indiana, beauftragte, Lösungsvorschläge zu finden. Innerhalb von neun Monaten hatte er Ergebnisse zu präsentieren und »sah die Annahmen der Semiotik bestätigt: Es gibt keine Sprache – auch keine Bildsprache –, die außerhalb ihres Kontextes verstanden werden kann. Aus sich selbst heraus erschließt sich die Bedeutung von Zeichen nie. Sebeoks zog eine radikale Schlussfolgerung: Wenn es unmöglich ist, ein Zeichen zu finden, das noch in 10.000 Jahren vor Atommüll warnt, muss die Lösung sein, einen kulturellen Kontext zu schaffen, der diesen Zeitraum überdauert.«

Mehr in einem Artikel im SZ-Magazin: Wie sagen wir es unseren Nachfahren?, Heft 09/2012.

2012/03/07
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Sonne statt Reagan

Es war ein richtig schlechter Song. Eine Lachnummer, die wohl nur für einen einmaligen Auftritt gereicht hätte, wenn das Liedchen vor 30 Jahren von irgend jemand anderes geträllert worden wäre. Doch es war Joseph Beuys, der sich 1982 mit Sonne statt Reagan auf die Bühne begab. So fand die musikalische Darbietung ihren Weg in die Archive der Geschichte und auch seinen Weg zu YouTube.

2012/03/06
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»Lucas Cranach der Ältere war einer der größten und vielseitigsten Künstler Europas im 16. Jahrhundert. In fast fünf Jahrzehnten diente er drei sächsischen Kurfürsten als Hofmaler. Mit außergewöhnlicher Kreativität entwickelte er in einer der produktivsten Werkstätten seiner Zeit zahlreiche innovative Bildthemen und ikonografische Neuerungen, die das Zeitalter des Humanismus und Protestantismus beispiellos reflektieren.« (Startseite Cranach Digital Archive)

Hier sind die bisher fotografierten und online für Forschung und Lehre bereitgestellten Bilder von Lucas Cranach dem Älteren zu finden.

2012/03/05

Eine visuell eindrucksvolle Arbeit hat die spanische Künstlergruppe Boa Mistura geschaffen. Mit Luz nas Vielas gaben die fünf Mitglieder der Gruppe den Einwohnern der Favela Vila Brasilândia, ein Armenviertel in São Paulo, »Licht in den Gassen«. Perspektivisch verzerrt wurden Buchstaben auf verschiedene Wände gemalt. Von bestimmten Standpunkten aus betrachtet lassen sich die Wörter Stolz, Schönheit, Stablität und – dann leider doch etwas nah am Kitsch – Liebe lesen, als seien sie wie ein Layer über die Straßenszene gelegt worden.

Abb.: Screenshot der Künstler-Webseite

2012/03/03
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… as Earth’s first emissary into space, [Pioneer 10] is carrying a gold plaque
that describes what we look like, where we are — NASA

 

Vor 40 Jahren, am 3. März 1972, startete die Raumsonde Pioneer 10. Hauptaufgabe war die Erforschung des Jupiters und des Asteroidengürtel, einer Ansammlung von Asteroiden und Zwergplaneten, die sich zwischen den Planetenbahnen von Mars und Jupiter befinden.

Zugleich transportierte die Sonde eine Plakette als Informationstafel für intelligente Ausserirdische, die Pioneer 10 möglicherweise eines Tages finden könnten. Die vergoldete Aluminiumplatte ist 229 mm × 152 mm groß und zeigt als stilisierte Zeichnung einen Mann und eine Frau nackt, die vor einer Darstellung der Raumsonde positioniert sind, womit diese zugleich zum Maßstab wird. Als weitere wichtige Information für die fremden Wesen wurde die Darstellung unseres Sonnensystems, die Reiseroute von Pioneer und die Position der Erde in Relation zu 14 Pulsaren und zum Zentrum der Milchstraße hinzugefügt.

More…

2012/02/07
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Weiterführende Links, um zu verstehen, was ACTA, das multilaterale Handelsabkommen »Anti-Counterfeiting Trade Agreement«, ist:

YouTube.com: »What is Acta?«

Wikipedia.de: »Anti-Counterfeiting Trade Agreement«

Spiegel.de: Übersicht in mehreren Abschnitten

Wer dieses geplante Handelsabkommen nicht gut findet, kann hier eine Petition gegen ACTA unterzeichnen:

An alle Mitglieder des EU-Parlaments:
Als besorgte Bürger der Welt rufen wir Sie dazu auf, für ein freies und offenes Internet einzustehen und die Ratifizierung des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) abzulehnen. Das Internet ist ein wichtiges Mittel für den weltweiten Gedankenaustausch und die Förderung von Demokratie. Zeigen Sie echtes globales Führungsverhalten und schützen Sie unsere Rechte.

2011/10/06
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… In Wahrheit wissen wir von Tao ebenso wenig wie von logos, womit Tao gern wiedergegeben wird; wenn das Wort ursprünglich Weg bedeutet hat, so mag das ein Wandertitel für moralische Bücher gewesen sein, den wir im Orient wie im Abendlande oft finden. Was Lao-Tse und Tschuang-Tse dann in das Wort hineinlegten, war die uralte und immer noch lebendige Sehnsucht der Mystik, das Unaussprechliche mit einem Worte auszusprechen. Das Wort sagt nichts, durchaus nichts, was nicht die chinesischen Mystiker aus ihrer (genialischen oder[269] überkommenen) Seelensituation hineingelegt, hineingeheimnißt haben. Das Wort ist nicht nur für das Abendland unübersetzbar, es ist auch für China positiv nicht definierbar, höchstens negativ zu umschreiben: es ist nach Buber (S. 105) das Unerkennbare, im Werden die Ungeschiedenheit, die Ungeschiedenheit auch im Sein, in den Dingen. Wer sich im Abendlande zum Taoismus bekennt, der bekennt sich zu einem suggestiv neuen Namen für den ungenannten Gott der Stummen des Himmels. Und nachdem ich eben zwischen Tao und unserem Gottesbegriff unterschieden habe, möchte ich jetzt hinzufügen, daß wir dennoch Tao religiös, fast theologisch wiedergeben könnten, wenn wir uns von der Sprache befreien und sagen wollten: »Das Gott«. Was wieder noch unpersönlicher mir klänge als etwa: »das Göttliche«.

Ich habe das Wort gebucht, weil es in seiner ganz exotischen Fremdheit noch besser als die griechischen Wörter und ihre Lehnübersetzungen lehrt: die tiefsten Ahnungen der Philosophen lassen sich nicht aussprechen, es geschähe denn in undefinierbaren Worten, deren Gefühlston für die Gläubigen jede Klarheit ersetzen muß, – wie in der Religion. …

aus: Fritz Mauthner, Wörterbuch der Philosophie

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